Reklameherstellerin bringt eine Reklame an einen Transporter an.
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Schilder- und Lichtreklamehersteller*in

Schilder- und Lichtreklamehersteller *innen arbeiten überwiegend in Schilder- und Lichtreklameherstellerbetrieben sowie bei Hersteller*innen und Händler*innen von werbetechnischen Produkten.

Reklameherstellerin bringt eine Reklame an einen Transporter an.

Berufliche Tätigkeitsfelder

Schilder- und Lichtreklamehersteller*innen arbeiten überwiegend in Schilder- und Lichtreklameherstellerbetrieben sowie bei Hersteller*innen und Händler*innen von werbetechnischen Produkten.

Schilder- und Lichtreklamehersteller*innen werden in Handwerksbetrieben, Werbeagenturen und Messebaufirmen ausgebildet. Schilder- und Lichtreklamehersteller*innen entwerfen, gestalten und realisieren Kommunikations- und Werbemaßnahmen, Leitsysteme, Messe-und Ausstellungsstände; für den Innen- und Außenbereich; manuell und/oder rechnergestützt; aus unterschiedlichen Materialien und mit relevanten Techniken unter Berücksichtigung physikalischer, technischer und statischer Aspekte. Sie montieren, warten und demontieren beleuchtete, selbstleuchtende sowie unbeleuchtete Kommunikations- und Werbemaßnahmen.

Die Berufsausbildung zum/zur Schilder- und Lichtreklamehersteller*in wurde zuletzt 1999 modernisiert. Allerdings sind seit Ende der 1990er Jahre neue Techniken entstanden, die in vielen Unternehmen der Branche hohe Investitionen erforderte. Daraus erfolgte häufig eine Spezialisierung, so dass nicht mehr alle Betriebe sämtliche Bereiche vom Entwurf bis zur Endmontage abdecken. Damit ergab sich die Notwendigkeit, die Ausbildung zu differenzieren, um den unterschiedlichen betrieblichen Strukturen besser gerecht zu werden. In der neuen Verordnung werden daher künftig zwei Schwerpunkte in der Ausbildung zur Auswahl angeboten:
Schwerpunkt Technik, Montage, Werbeelektrik/-eletronik
Schwerpunkt Grafik, Druck, Applikation

Als weitere Neuerung wird die gestreckte Gesellenprüfung eingeführt. Die bisherige Zwischenprüfung als Lernstandskontrolle entfällt. Dafür wird die Gesellenprüfung in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen – Teil 1 und Teil 2 – durchgeführt, deren Ergebnisse beide für die Gesamtbewertung relevant sind. Der Ausbildungsrahmenplan wurde unter Berücksichtigung der beiden Schwerpunkte neu gestaltet. Beispielsweise werden künftig höhere Anforderungen bei den Qualifikationen im Bereich betriebliche und technische Kommunikation gestellt.

Auch der Rahmenlehrplan wurde auf der Grundlage des betrieblichen Ausbildungsrahmenplans überarbeitet und modernisiert. Beim Zuschnitt der einzelnen Lernfelder wurden die beiden neuen Schwerpunkte berücksichtigt. Dabei wurde sehr viel Wert auf die Ausgewogenheit der Lerninhalte dieser Lernfelder gelegt, um eine integrative Vermittlung sicherzustellen. Die Ausbildung dauert wie bisher drei Jahre. Die modernisierte Ausbildungsverordnung trat am 1. August 2012 in Kraft. Der Beruf des/der Schilder- und Lichtreklamehersteller*in vereint vielfältige Arbeitsbereiche. So finden sich in diesem Ausbildungsberuf Aufgaben aus bis zu 12 Gewerken: Grafik, Malerei, Elektrik, Glaserei, Schlosserei, Metallbearbeitung, Holzbearbeitung, Vergoldung, Siebdruck, Fotografie, Kunststofftechnik und Neon-Glasbearbeitung.

Die Reklame eines Cafés wurde mit Lichteffekt angebracht und leuchtet rot.

Gehalt

Durchschnittliche tarifliche monatliche Ausbildungsvergütung 2020 nach Lehrjahr (Westdeutschland)

  1. Lehrjahr: 650 €
  2. Lehrjahr: 700 €
  3. Lehrjahr: 800 €

Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit

Herstellen von beleuchteten und unbeleuchteten Kommunikations- und Werbeanlagen, Leitsystemen, Messe- und Ausstellungsständen, Entwerfen, Gestalten und Präsentieren von Kommunikations- und Werbekonzepten, Herstellen von Beschriftungen und bildlichen Darstellungen aus unterschiedlichen Materialien in verschiedenen Techniken, Applizieren mit und auf unterschiedlichen Werkstoffen, Anwenden von Drucktechniken, Installieren von Werbeelektrik und Werbeelektronik, Befestigen, Verbinden und Demontieren von Kommunikations- und Werbeanlagen, Warten und Reparieren von Kommunikations- und Werbeanlagen, Planen und Organisieren von betrieblichen Geschäftsprozessen, Beraten von Kunden und Durchführen von Angebots- und Verkaufsgesprächen, Kontrollieren und Dokumentieren von Arbeitsergebnissen.

Vorbildung der Neu-Azubis

In der folgenden Grafik siehst du, welche Schulabschlüsse die Azubis in dem Ausbildungsberuf hatten.

  • ohne Hauptschulabschluss - 2%
  • mit Hauptschulabschluss - 18%
  • Realschulabschluss - 52%
  • Hoch-/Fachhochschulreife - 27%
  • im Ausland erworben, nicht zuzuordnen - 1%

Die Entwicklung der Ausbildungsplätze

In der folgenden Tabelle siehst du, wie sich die Ausbildungsplätze über die letzten Jahre entwickelt und verändert haben.

2008 2018 2019 2020
Anzahl der Neuabschlüsse 444  336  315  300
Anteil Männer 65,5% 66,1% 62,9% 63,0%
Anteil Frauen 34,5% 33,9% 37,1% 37,0%
Vertragsauflösungen im Jahr 105  120  117  108

Quelle: bibb.de

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